Was kostet ein Kassensystem für Friseure und Salons?

Kurz zusammengefasst

Für einen typischen Salon mit drei Mitarbeitenden liegen die monatlichen Komplettkosten – Lizenz inkl. TSE, SMS und Kartenzahlung – je nach Anbieter zwischen rund 158 € und 305 €. Zwei Posten machen den Unterschied: die Softwarelizenz (die günstigsten starten unter 40 €, andere erst bei 99–129 €) und die Kartenzahlung. Beide gehören verglichen.

Was kostet ein Kassensystem im Monat?

Direkte Antwort: Für einen typischen Salon mit drei Mitarbeitenden liegen die monatlichen Komplettkosten – Lizenz inklusive TSE, SMS und Kartenzahlung – je nach Anbieter zwischen rund 158 € und 305 €. Ein Ein-Personen-Salon zahlt weniger, ein größerer Betrieb mit fünf Mitarbeitenden mehr. Den größten Unterschied macht dabei oft nicht die Softwarelizenz, sondern die Kartenzahlungsgebühr und mögliche Neukundenprovisionen. Euren konkreten Wert rechnet ihr im Preisrechner aus.

Wichtig: Die Preisspannen sind enorm. Gerade Vertriebsleute stellen Features gern überzogen dar und Preise klein. Entscheidend ist: Was braucht ihr wirklich – und was kostet es wirklich? Dabei hilft euch unsere Checkliste.

Achtung Verkaufstrick – Ankereffekt: Manche Anbieter nennen zuerst einen sehr hohen Preis, damit der anschließend „rabattierte" Preis günstig wirkt – obwohl er immer noch zu hoch ist. In unseren Tests wurden mehrfach schnell 10 % nachgelassen, nur damit sich der ohnehin hohe Preis besser anfühlt.

Woraus setzen sich die Kosten zusammen?

Die monatlichen Gesamtkosten bestehen aus mehreren Posten, die je nach Anbieter unterschiedlich stark ins Gewicht fallen:

Softwarelizenz – Grundpreis für Terminbuch und Kasse, meist gestaffelt nach Mitarbeiterzahl.
TSE – gesetzlich vorgeschriebene Sicherheitseinrichtung, oft 7–9 € pro Monat zusätzlich.
SMS – Terminerinnerungen, in der Regel pro Nachricht abgerechnet.
Kartenzahlung – Transaktionsgebühren, pauschal oder nach Umsatz gestaffelt.
Neukundenprovision – bei Anbietern mit Endkunden-Marktplatz teils Provision auf vermittelte Erstbuchungen.
Einmalkosten – Einrichtungsgebühr und Hardware wie Kartenlesegerät, Bondrucker oder iPad.

Nicht nur auf die Kartengebühr schauen

In vielen Vergleichen dreht sich alles um die Kartenzahlung – dabei sind die Konditionen dort zwischen den Anbietern gar nicht so weit auseinander. Den planbaren, dauerhaften Unterschied macht die Softwarelizenz: Sie fällt jeden Monat an, unabhängig vom Umsatz. Und genau hier ist die Spanne am größten – die günstigsten Systeme starten für einen kleinen Salon bei unter 40 €, während andere schon in der Grundgebühr bei 99 € oder mehr liegen. Wer nur Kartengebühren vergleicht, übersieht den Posten, der sich am einfachsten dauerhaft senken lässt.

Was kostet die TSE?

Die TSE ist seit 2020 für elektronische Kassen in Deutschland Pflicht und wird von einem Drittanbieter bereitgestellt. Die Monatspreise liegen typischerweise zwischen 6,95 € und 9 €; bei manchen Anbietern ist sie bereits in der Lizenz enthalten. Ob die TSE bei eurem System technisch korrekt eingebunden ist, könnt ihr mit dem TSE-Check grob prüfen.

Wie teuer ist die Kartenzahlung?

Bei der Kartenzahlung gibt es zwei Modelle: eine pauschale Gebühr pro Transaktion (z. B. 1,35 % unabhängig vom Umsatz) oder umsatzabhängig gestaffelte Konditionen (ab ca. 0,35 % zzgl. einiger Cent pro Transaktion). Da die Kartenzahlung bei höheren Umsätzen schnell der größte Kostenblock wird, lohnt der genaue Blick oft mehr als der Vergleich der reinen Lizenzpreise. Achtet außerdem darauf, ob Fixkosten oder eine Vertragsbindung dazukommen.

Welche Einmalkosten fallen an?

Neben den monatlichen Kosten verlangen einige Anbieter eine einmalige Einrichtungsgebühr (von 0 € bis mehrere hundert Euro). Dazu kommt die Hardware: ein Kartenlesegerät kostet meist um die 69 €, ein Bondrucker oder ein iPad als Kassenstation entsprechend mehr. Diese Einmalkosten sind im Preisrechner bewusst nicht enthalten, damit die monatlichen Werte vergleichbar bleiben – rechnet sie für eure Gesamtbetrachtung separat dazu.

Monatlich oder jährlich abrechnen – was ist günstiger?

Fast alle Anbieter bieten die Software im Monats- oder Jahresabo an, wobei das Jahresabo in der Regel günstiger ist. Der Preisrechner nutzt – wo verfügbar – die günstigeren Jahrestarife. Wer flexibel bleiben will, zahlt monatlich meist einen Aufschlag von rund 10 € pro Monat.

Kostenbeispiele für 1, 3 und 5 Mitarbeiter

Zur Orientierung die monatlichen Komplettkosten (Lizenz inkl. TSE, SMS und Kartenzahlung) für drei Beispielsalons – vom günstigsten bis zum teuersten der fünf verglichenen Anbieter:

SalongrößeMonatl. UmsatzKomplettkosten / Monat
1 Mitarbeiter6.000 €ca. 94 – 203 €
3 Mitarbeiter14.250 €ca. 158 – 305 €
5 Mitarbeiter23.750 €ca. 199 – 423 €

Die Spannen zeigen den Unterschied zwischen dem günstigsten und dem teuersten Anbieter bei identischen Anforderungen. Euren exakten Wert – auch mit eigenen Zahlen – bekommt ihr im Preisrechner.

Anbieter im Kostenvergleich

Ausführliche Preis- und Kostenprofile der einzelnen Systeme findet ihr in den Steckbriefen: studiolution Preise, Shore Preise, Salonkee Preise, Planity Preise und Treatwell Preise.

Speziell für Friseursalons – inklusive der Frage, was ein System angesichts der Branchenmargen kosten darf – findet ihr die Einordnung unter Kassensystem für Friseure.

Worauf solltet ihr beim Preisvergleich achten?

Vergleicht nicht nur den Lizenzpreis, sondern die tatsächlichen Gesamtkosten inklusive TSE, Kartenzahlung, Provisionen und Einmalkosten. Achtet auf versteckte Posten wie Einrichtungsgebühren, kostenpflichtige Zusatzmodule oder Provisionen auf Marktplatz-Buchungen. Eine Schritt-für-Schritt-Hilfe dazu findet ihr in unserer Checkliste.

Quellen: Preisrechner (Stand 2026). Alle Angaben ohne Gewähr.